
Liebe Interessierte an einer neuen Agrarpolitik,
Höfesterben, Lebensmittelskandale, Welthunger, Spekulation mit Acker und Lebensmitteln, Überdüngung, Agrarindustrie, Gentechnik, patentierte Schweine und Monokultur auf den Feldern – ist das die Landwirtschaft, die wir unter anderem mit unseren Steuergeldern fördern wollen?
Am 12. Oktober 2011 hat EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos die Legislativvorschläge zur Weiterentwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP 2013) vorgelegt. Neben einigen guten Vorsätzen ist in vielen Bereichen weiterer Diskussionsbedarf gegeben. Wir wollen zukünftig eine Politik, welche die Menschen – ob hier in der Region oder auch in den Entwicklungsländern - in den Mittelpunkt stellt. Verbraucher und Bauern werden jetzt gemeinsam aktiv und setzen sich zusammen für eine andere Agrarpolitik ein!
Deswegen startet die bundesweite Kampagne „Meine Landwirtschaft“ in diesem Herbst die Aktion
„Bauer hält Hof – Verantwortung für unser Essen – regional, in Europa und weltweit“.
Im Rahmen der Kampagne laden Bäuerinnen und Bauern dazu ein, sich vor Ort auf den Höfen über die Agrarpolitik zu informieren und zu diskutieren. “Bauer hält Hof“ hat bereits mit einer Auftaktveranstaltung in Schleswig-Holstein begonnen und wird jetzt bundesweit durchgeführt.
Näheres zu Ort und Zeit der Veranstaltungen erfahren Sie hier.
Jochen Fritz (Kampagnenleiter)
Christiane Winkler (Koordinatorin „Bauer hält Hof“)
Hintergrund zur Kampagne:
Fast 40 Organisationen aus Landwirtschaft, Verbraucherschutz, Entwicklungszusammenarbeit, Kirche, Umwelt-, Natur- und Tierschutz
mischen sich gemeinsam ein in die Diskussion um die Reform der EU- Agrarpolitik. Gerechter, gesünder, umweltfreundlicher soll sie
werden. Unsere Steuergelder sollen Landwirten und Verbrauchern nützen und nicht Agrar- und Lebensmittelkonzernen.
„Meine Landwirtschaft – Unsere Wahl“ www.meine-landwirtschaft.de

Zu den Trägern der Kampagne gehören:
Agrarkoordination
Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL)
Aktion 3. Welt Saar
attac
Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall
Bioland
Brot für die Welt
Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM)
Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND)
Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW)
Campact – Demokratie in Aktion
Demeter
Deutscher Berufs und Erwerbs Imker Bund
Deutscher Tierschutzbund
Evangelischer Entwicklungsdienst (eed)
FoodFirst Informations- und Aktions-Netzwerk (FIAN)
Forum Pro Schwarzwaldbauern
Forum Umwelt und Entwicklung
Fördergemeinschaft ökologischer Landbau Berlin Brandenburg (FÖL)
Stiftung Gekko
Gen-ethisches Netzwerk
Gentechnikfreies Europa
Germanwatch
Interessengemeinschaft Nachbau
Heinrich-Böll-Stiftung
INKOTA Netzwerk
Katholische Landjugendbewegung Deutschland (KLJB)
MISEREOR
Naturland
Naturschutzbund Deutschland (NABU)
Oxfam Deutschland
PROVIEH
Sarah Wiener Stiftung
Save Our Seeds
Slow Food Deutschland
Weltladen Dachverband
World Wide Fund For Nature (WWF)
Zivilcourage Vogelsberg
Zukunfststiftung Landwirtschaft
Warum gibt es „Meine Landwirtschaft“?
Mit der Kampagne „Meine Landwirtschaft“ wollen Organisation aus unterschiedlichen Bereichen der Gesellschaft gemeinsam Fragen stellen und Lösungen suchen: Auf Bauernhöfen, in Gemeinden in Stadt und Land und im Internet. Wir suchen den Dialog zwischen Landwirten und Verbrauchern, auch über die Grenzen Deutschlands hinaus. Wir wollen nachhaltige Perspektiven entwickeln, Zusammenhänge begreifen und unsere Lebensmittel und Landschaften genießen.
Wir wissen: “Weiter wie bisher” ist keine Option. Deshalb wollen wir mehr Demokratie wagen, auch beim Essen. Wir übernehmen Verantwortung und stellen das Gemeinwohl, wo nötig, über kurzfristige Einzelinteressen. Die Ernährungs- und Agrarpolitik Europas ist unsere Angelegenheit. Ihre Umgestaltung ist unsere Wahl. Wir laden Sie herzlich ein, sich daran zu beteiligen.
Jochen Fritz
Kampagne Meine Landwirtschaft
Mobil: 0171-8229719
Tel. 030 / 28482437
Fax 030 / 27590312
Marienstrasse 19-20
D -10117 Berlin




