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Pressemitteilung

















Kennzeichnung der Haltungsform bei allen Eiern - ob in Schale oder verarbeitet - gefordert

Berlin, 13.12.2006

Um der Forderung an den Bundestag nach einer Kennzeichnungspflicht auch für verarbeitete Eier Nachdruck zu verleihen, demonstrierte PROVIEH - Verein gegen tierquälerische Massentierhaltung e.V. heute gemeinsam mit anderen Tierschutzverbänden und der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen vor dem Brandenburger Tor in Berlin. Plakativ wurde das gezeigt, wozu eihaltige Produkte bisher lieber schweigen: die tierquälerische Herkunft der verarbeiteten Eier. Dazu wurden Lebensmittelverpackungen bekannter Hersteller, die Eier aus Käfighaltung verarbeiten, zum Beispiel Bahlsen und Coppenrath & Wiese, von den Tierschützern entsprechend gekennzeichnet.

Schockiert zeigten sich viele Passanten von den beiden Original-Legehennenkäfigen, die PROVIEH bei dieser Aktion ausstellte. Denn die Käfige zeigen öffentlich, wie über 70% aller Legehennen in Deutschland hinter Mauern und verschlossenen Türen dahinvegetieren.

Die Deutschen haben in den letzten beiden Jahren durch ihr Kaufverhalten deutlich gezeigt, dass sie keine Eier aus Käfighaltung mehr wollen. Die seit dem 1. Januar 2004 verpflichtende Angabe der Haltungsform der Legehenne auf dem Ei hat dazu geführt, dass mit weiter steigender Tendenz bereits heute bei jedem zweiten privaten Eierkauf nur noch Eier aus alternativer Haltung im Einkaufskorb landen.

Was passiert aber mit den Eiern der 29 Millionen Legehennen, die ihr Leben in deutschen Legebatterien fristen müssen, wenn sie nicht als Frühstücksei auf dem Tisch landen? Sie werden als Zutat in Kuchen, Keksen, Nudeln, Eis, Eierlikör oder Fertiggerichten verarbeitet. Damit entgehen sie einer eindeutigen Kennzeichnung als "Käfigei" und finden so doch noch den Weg in den Einkaufskorb der Verbraucher.

"Diese Lücke in der Kennzeichnungspflicht muss umgehend geschlossen werden", fordert Sandra Gulla, Vorsitzende von PROVIEH - Verein gegen tierquälerische Massentierhaltung e.V. Der Verband fordert daher die Bundesregierung auf, die Kennzeichnungspflicht auf verarbeitete Eier auszuweiten. "Es muss für jeden, der ein eihaltiges Produkt kauft, deutlich auf der Verpackung erkennbar sein, aus welcher Haltungsform die Eier stammen", so die Vorsitzende von Deutschlands ältestem Fachverband für artgemäße Nutztierhaltung.



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