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Schweine - Allgemeine Informationen
Download Infobroschüre zur Mastschweinehaltung
("Das Leben vor dem Schnitzel", 464 kB, 8 Seiten)
Download Infobroschüre zur Sauenhaltung
(So ein "Sau-Leben", 163 kB, 8 Seiten)
Download Infobroschüre zur Ferkelaufzucht
("Das Leben vor dem Schnitzel", 480 kB, 8 Seiten)
PROVIEH-Faktenblatt zur Ferkelkastration (Download-pdf, 106 kb).
EU erwägt Verbot der Ferkelkastration
Die Europäische Kommission denkt über ein Verbot der
Ferkelkastration nach. Im Rahmen eines Workshops verständigte sich die Kommission mit den Veterinärexperten der EU-Mitgliedsländern und den betroffenen Interessenverbänden darauf, die Beendigung der Ferkelkastration auf ihre Machbarkeit hin zu prüfen. Das berichtet der Agrarpressedienst Agra-Europe. Unter die Lupe genommen werden sollen die sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen einer solchen Maßnahme sowie die Folgen für die Umwelt und den Tierschutz. Ohne Betäubung bereite die Kastrierung den Ferkeln Schmerzen, und selbst mit Betäubung erhöhe die Entfernung der Hoden das Infektionsrisiko,
verringere die Wachstumsraten und verschlechtere die Futterverwertung, heißt es in den Schlussfolgerungen des Workshops. Daher sollten Alternativen auf ihre Vor- und Nachteile untersucht werden, und zwar mit Blick auf den Tierschutz, die Akzeptanz bei den Konsumenten, die Lebensmittelsicherheit, die Umsetzbarkeit und die wirtschaftlichen Auswirkungen.
In einer wissenschaftlichen Stellungnahme aus dem Jahr 2004 hatte die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EBLS) vier Alternativen zur betäubungslosen Kastration aufgezeigt, nämlich den Einsatz von Narkotika, das Spermasexing, die Immunokastration und das Aufspüren des Ebergeruchs im Schlachthof. Derzeit dürfen Ferkel in der Europäischen Union bis zu ihrem siebten Lebenstag ohne Betäubung kastriert werden.
13.02.2007
Quelle: AHO Aktuell - Informationen zur Tiergesundheit
Anmerkung von PROVIEH:
Grundlage für die betäubungslose Kastration von unter acht Tage alten Ferkeln ist in Deutschland das neue Gesetz über die Reform hufbeschlagrechtlicher Regelungen und zur Änderung tierschutzrechtlicher Vorschriften (Download-pdf 60KB).
Weitere Informationen zum Thema finden Sie außerdem hier.
Ferkelkastration
In Deutschland ist es noch immer Gang und Gebe, männliche Ferkel ohne Betäubung zu kastrieren mehr...
Klauenschäden bei Schweinen: Auf Spaltenweite und Gratigkeit achten
Etwa 89 Prozent aller Mastschweine in Deutschland werden in einstreulosen Ställen gehalten. Welchen Einfluss der Stallfußboden auf die Klauengesundheit von Schweinen hat, untersuchte das Institut für Tierzucht und Haustiergenetik der Universität Gießen. Von 1.004 Mastschweinen aus 17 Ställen mit verschiedenen Böden wurden nach der Schlachtung die hinteren linken Klauen auf Schäden untersucht.
Die häufigsten Veränderungen waren Risse (60,8 %), gefolgt von Ballenveränderungen (60,6 %), Druckstellen und Quetschungen (58,7 %), Rillen und Rinnen (40 %) und Deformationen (20,1 %). Die meisten hochgradigen Veränderungen (bis 28,5 %) wurden bei Tieren festgestellt, die auf Stallitboden gehalten wurden. Besonders kritisch hinsichtlich ihrer Auswirkung auf Klauenschäden sind auch Betonspalten mit Graten an den Balken zu beurteilen. Außerdem wirkten sich zu große Spaltenweiten (>20 mm) negativ aus. Vor allem Quetschungen und Druckstellen traten dort vermehrt auf.
Druckstellen, Quetschungen, Ballenveränderungen und Risse nahmen auch mit zunehmender Verschmutzung zu. Erwartungsgemäß war die Klauengesundheit bei Schweinen aus Ställen mit Einstreu vergleichsweise gut. Unveränderte oder nur wenig veränderte Klauen zeigten auch die Mastschweine, die auf Spaltenböden mit den kleinsten mittleren Spaltenweiten gehalten wurden. Voraussetzung: Die Betonspalten wurden vor dem Verlegen von scharfen Kanten befreit. Über die Untersuchungen berichtete "Der praktische Tierarzt".
21.02.2007
Quelle: aid, Renate Kessen
Anmerkung von PROVIEH:
Diese Untersuchung zeigt wieder einmal, wie wichtig die Forderung von PROVIEH nach einer Abschaffung von Spaltenböden – egal welcher Schlitzweite – ist. Klauenverletzungen sind häufig mit Entzündungen und Schmerzen verbunden und vor allem bei Mastschweinen festzustellen. Lahmheiten der Tiere sind die Folge, da die Klaue bei Spaltenböden nur auf einer geringen Fläche aufsetzen kann und sich die Belastung der Klaue durch die ungleichmäßige Verteilung des Tiergewichts stark erhöht. Die Problematik wird mit ansteigender Schlitzweite (und abnehmender Balkenbreite) sowie durch scharfe Balkenkanten verschärft.
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