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Blauzungenkrankheit – Kurzbeschreibung


Die Blauzungenkrankheit ist eine nicht ansteckende Virusinfektion bei Wiederkäuern. Sie wird nach bisherigen Erkenntnissen ausschließlich durch Stechmücken der Gattung Culicoides (Gnitzen) übertragen. Die Krankheit ist für den Menschen und für alle Nicht-Wiederkäuer ungefährlich. Milch und Fleisch von erkrankten Tieren können ohne jede Gesundheitsgefahr verzehrt werden.

Verlauf der Krankheit
Die Symptome der Blauzungenkrankheit sind unter anderem Fieber, Schwäche, Speichel- und Nasenausfluss, Zahnfleischentzündung, Geschwüre im und am Maul, später Appetitlosigkeit und Schläfrigkeit. Den Namen hat die Blauzungenkrankheit von der typischen Schwellung der Zunge, in der sich durch Gefäßwandzerstörungen viel Flüssigkeit sammelt. Auch Fehlgeburten und Missbildungen können durch die Krankheit hervorgerufen werden.

Nach bisherigen Beobachtungen ist der Verlauf der Krankheit bei Schafen in der Regel wesentlich schlimmer als bei Rindern, Ziegen und Wildwiederkäuern. Befallene Schafe sterben in der Regel nach 2-8 Tagen. Die Sterblichkeitsrate kann, ebenso wie die Intensität des Krankheitsverlaufs, stark variieren – sie liegt zwischen zwei und 80 Prozent und ist serotypabhängig. Aus den Erfahrungen anderer Länder weiß man, dass die Symptomatik durchaus auch so schwach ausgeprägt sein kann, dass die Krankheit unerkannt verläuft.

Verbreitung der Krankheit
Die Blauzungenkrankheit trat ursprünglich nur in Ländern wie Afrika, dem Nahen Osten, Indien, China, den USA und Mexiko auf. Im Jahr 2000 verbreitete sie sich jedoch auch in Südeuropa, und seit August 2006 gibt es auch in den Niederlanden, Belgien und Deutschland Krankheitsfälle.

Infizierte Gnitzen können vom Wind bis zu 200 km weit getragen werden, sie können aber auch durch menschliche Transportmittel verschleppt werden.

Da die Krankheit für den Menschen nicht gefährlich und auch eine unbemerkte Übertragung durch geimpfte Tiere nicht zu befürchten ist, können Wiederkäuer problemlos gegen die Blauzungenkrankheit geimpft werden. Tierschützer, landwirtschaftliche Lobbyvereine und einige Politiker haben sich bereits für solche Impfungen ausgesprochen, bisher werden sie aber mangels Impfstoff noch nicht durchgeführt.



Die ausführlichere Krankheitsbeschreibung finden Sie hier.

Eine Karte der Verbreitung der Krankheit in Europa finden Sie hier.



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