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Erfolgreiche Aktion gegen GVO

Österreich und Ungarn dürfen ihren Anbaustopp gegen GVO-Mais aufrecht erhalten.

Nachdem in der Expertensitzung bei der EU-Kommission vor einer Woche die deutschen Vertreter noch (weisungsgemäß!) den Raum vor der Abstimmung verließen, um weder für noch gegen GVO stimmen zu müssen, stimmte der Bundesumweltminister Sigmar Gabriel im Ministerrat diesmal dagegen. Hier sein Antwortschreiben an alle Petenten.

Alarmiert durch Deutschlands Duldungsverhalten – eine Enthaltung kommt faktisch einer Zustimmung zu den durch die Bank weg GVO-Industrie-freundlichen Kommissionsvorschlägen gleich – hatten PROVIEH und viele andere Nichtregierungsorganisationen und Privatpersonen in einer beispiellosen Aktion die Posteingänge der in Deutschland und der EU zuständigen Minister Sigmar Gabriel und Ilse Aigner mit zahlreichen Protestschreiben bombardiert. Das hat wohl etwas in Bewegung gebracht im deutschen Wahljahr, jedenfalls scheint die Stimmung in der Bundesregierung zugunsten der Kritiker an grüner Gentechnik auf europäischen Äckern und Tellern langsam zu kippen.

Mit der gestrigen Abstimmung ist allerdings erst ein Etappensieg errungen: Noch diesen Monat stehen zwei weitere wichtige Abstimmungen an. Einmal wird über die Aufrechterhaltung des Anbauverbots für GVO-Mais MON810 in Frankreich und Griechenland abgestimmt, bei einem weiteren Termin um neue Zulassungen von Gensaaten in der EU entschieden. Gerade dies muss aber unbedingt verhindert werden, solange der Nutzen von Gensaaten für Umwelt, Tiere und Verbraucher nicht eindeutig nachgewiesen und die Sicherheitsrisiken nicht von einer kompetenten, unabhängigen Instanz ausgeschlossen werden können.

Mehr zum Umweltministerrat am 2. März und zu den kommenden Aktionen finden Sie auf der Seite des Informationsdienstes Gentechnik, dessen Aufrufe wir unterstützen.



03.03.2009 - Sabine Ohm, Europareferentin





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