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06.04.09: EU Kommission ruft zur Einschränkung der Lebensmittelverschwendung in Europa auf

Seit Jahren weist PROVIEH auf den Zusammenhang zwischen industrieller Agrar- bzw. Lebensmittelerzeugung, übermäßigem Konsum von tierischen Erzeugnissen einerseits sowie Umweltzersstörung, Tierquälerei und Klimawandel andererseits hin. Bisher hatte sich die EU-Kommission auf allen Veranstaltungen taub gestellt und die Landwirtschaft konsequent aus der Klimadebatte herausgehalten. Immer mehr Kino-Dokumentarfilme wie "We feed the World" oder "Unser tägliches Brot" haben einen Teil der Öffentlichkeit erreicht und aufgerüttelt.

Während der Grünen Woche in Brüssel im Juni 2008 wurde dann die britische Studie über den hohen Anteil an weggeworfenen Lebensmitteln im Rahmen einer Podiumsdiskussion erörtert. Das Thema schlug hohe Wellen und wurde offensichtlich in einigen Mitgliedsstaaten wie Frankreich und Italien aufgegriffen (in Deutschland bisher anscheinend leider nicht untersucht), wobei man zu ähnlichen Ergebnissen kam: Ca. 30 % der eingekauften Waren werden unverzehrt weggeworfen. Im Namen der Umwelt und des Klimas ruft die EU-Landwirtschaftskommissarin Mariann Fischer Boel nun dazu auf, vernünftiger einzukaufen und besser mit den Lebensmitteln zu haushalten. Auch die Lebensmittelindustrie soll mitmachen, indem sie auch kleinere Verpackungsgrössen anbietet (zum vollen Text des Artikels in der Frankfurter Rundschau kommen Sie hier).

PROVIEH geht noch einen Schritt weiter in der Forderung, nachhaltiger zu konsumieren: Bioware kostet zwar mehr, dafür ist sie aber tierfreudlich hergestellt, belastet die Umwelt erheblich weniger und ist meist auch noch gesünder und schmackhafter. Deshalb sollte bei Nahrungsmitteln das Prinzip angewendet werden: Weniger ist mehr. Wer z.B. weniger tierische Erzeugnisse verzehrt, kann es sich leisten, auf Tier- und Umweltschutz zu achten.



Sabine Ohm, Europareferentin





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