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Umweltfreundlich, nachhaltig und fair:

22. Oktober 2009: Bundespräsident Horst Köhler plädiert für nachhaltige und umweltfreundliche Landwirtschaft.

Anlässlich der Übergabe einer Erntekrone am 29.09.2009 auf einer Veranstaltung des Deutschen Bauernverbandes (DBV) sprach sich Bundespräsident Horst Köhler - weitgehend unbemerkt von Öffentlichkeit und Medien - dezidiert für einen Wandel in der Landwirtschaft aus.

Die Krise im Milchsektor zeige deutlich, dass ein Umdenken bei der landwirtschaftlichen Produktion, aber auch beim Verbraucher stattfinden müsse, so Köhler. Beide müssen sich "im Einklang mit unserer Verantwortung für die Welt als ganze organisieren können".

Deshalb plädierte der Bundespräsident nicht nur für einen Umschwung hin zu einer umweltfreundlichen, nachhaltigen und fairen Form der Landwirtschaft, sondern auch für die notwendige politische Unterstützung bei dieser Neuausrichtung. Dabei spielten aber nicht nur die Bauern, sondern auch der Einzelhandel, die Verbraucherinnen und Verbraucher und die Verbände eine Rolle. Sie alle sollten sich für diesen Wandel stark machen.

Besonders begrüßenswert war für uns Köhlers Aussprache für "behutsameren Umgang mit unseren Mitgeschöpfen". Selbst der oft vernachlässigte Zusammenhang von Klima-, Umwelt-, Tierschutz und besserer Leistung fand Erwähnung.

Beim ebenfalls anwesenden DBV-Präsidenten Gerd Sonnleitner fanden die weitblickenden Worte des Bundespräsidenten leider kein Gehör. Nicht ein Wandel bei Verbraucher und Landwirtschaft steht für ihn im Vordergrund, sondern der "Konjunkturaufschwung und die Belebung der Märkte".

PROVIEH weist schon seit 2007 auf das Verhältnis von Massentierhaltung, Ernährung, Umweltzerstörung und Klimawandel hin (mehr dazu hier und hier). Deshalb begrüßen wir die Worte des Bundespräsidenten nach einem Wandel in der Landwirtschaft ausdrücklich und fordern Gerd Sonnleitner auf, endlich eine ernste, offene Debatte über die wahren Herausforderungen bezüglich der Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft im DBV zu führen.

Die vollständige Rede des Bundespräsidenten finden sie hier.



22.10.2009 - Anne-Sabeth Beny, Büro Brüssel







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